Nagorno-Karabakh und die Allianz von St. Petersburg (1723)

Die genannte Allianz wurde bereits erörtert:

Sowie:

Interessant in diesem Zusammenhang ist der Vertrag über Freundschaft vom 26. Februar 1921, geschlossen zwischen der Sozialistischen Bundesrepublik der Sowietrussen und Persien; dessen Artikel 1 lautet in einer französischen Übersetzung des Delegierten Persiens beim Völkerbund, wie folgt:

https://treaties.un.org/doc/Publication/UNTS/lon/Volume%209/v9.pdf#page=400

Indem der letzte Halbsatz des zweiten Absatzes als Apposition zum vorangehenden Hautsatz steht und allein Russland es ist, welche die betroffenen Verträge für null und nichtig erklärt, wird damit Persien de facto die Wahl eingeräumt, welche Verträge es für davon betroffen ansehen will.

Dass die oben angesprochene Allianz von St. Petersburg (1723) mit ihrer Gebietsabtretung an Russland betreffs Aserbaidschan zu solch tyrannischen Verträgen zählen kann, ist wahrscheinlich. Folgte man dem, könnte Iran heute Ansprüche auf Aserbaidscan erheben und dabei die Frage um Bergkarabach souverän lösen, indem es dieses Gebiet, am Vertrag von Kars (1921) vorbei, Armenien überlässt; bzw. zumindest darauf hin wirkt, dass dem so geschehe, während Aserbaidschan unabhängig bliebe.

Was die Stellung der Türkei angeht, ist der Vertrag über Union und Brüderlichkeit zwischen der oben gennanten sowiet-russischen Sozialistischen Bundesrepublik und der Türkei vom 16. März 1921 von Bedeutung; dessen Artikel 1 lautet auszugsweise, wie folgt:

Wobei der Spielraum der Türkei, einer Selbstbestimmung der Armenier sich zu widersetzen, minimal ist bzw. gegen Null geht.

Selbstredend wäre zugleich die Kurdenfrage zu lösen, ohne welches Unterfangen kein Friede in der Region erzielbar ist.

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