1. Mose 1,28

Nachfolgend findet sich eine Gegenüberstellung der herkömmlichen (lutherischen) Übersetzung des 28. Verses des 1. Kapitels der Genesis, dessen lateinischen Textes, und meiner Übersetzung (in rotbraun).




Eine noch korrigierte Fassung meiner Übersetzung lautet:

und Gott segnete sie und sprach: Steigert Euch und werdet vermehrt und ergänzt die Erde und unterfangt sie und herrschet den Fischen des Meeres und den Vögeln des Himmels und allen Geschöpfen, die auf der Erde kriechen

Das STEIGERT EUCH meint: stärker werden, an Geist und Wissen gewinnen, woraus dann das (passive!) VERMEHRT WERDEN folgt, welches wiederum das UNTERFANGEN (das technische Beherrschen im Sinne von sie am Drehen halten) der Erde ergeben kann, wobei dabei stets das HERRSCHEN DEN (also für sie) Tieren beachtet werden soll, weil nur so auch der Mensch als solcher überleben kann.

Dies scheint mir die einzige Übersetzung, die grammatikalisch korrekt ist und mit einem tieferen, nicht bloß schnöden Pleonasmus bewirkenden Sinn im Einklang steht, welcher (aus der Sicht der Zeit des Verfassens der Bibel) in die ferne Zukunft weist.

20200704, 1551

Was aber das ERGÄNZEN angeht, ist die Erde (aus der damaligen vor-galileo’schen Sicht des Wissens der Allgemeinheit über sie) wohl als Universum aufzufassen, wozu die A/RES/1348(XIII) in meiner kommentierten Übersetzung weiteren Aufschluss bieten kann.

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