Zur gescheiterten UN-Resolution gegen Syrien

In der Sitzung des Sicherheitsrats (SR) der Vereinten Nationen (VN) vom 4.10.2011 scheiterte ein von Frankreich, Deutschland, Portugal und Großbritannien eingebrachter Resolutionsentwurf (S/2011/612) gegen Syrien an den Vetos von Russland und China. Siehe zum weiteren Stimmverhalten die Pressenachricht des VN-Nachrichtenzentrums.

Aus dem genannten Entwurf möchte ich im Folgenden kommentierend zitieren wie folgt:

The Security Council,

[…]

Noting Human Rights Council’s report of its 17th Special session (A/HRC/S-17/1), including the decision to dispatch an independent international commission of inquiry to investigate all alleged violations of international human rights law since March 2011 in Syria,

Vgl. zum genannten Bericht des HRC schon unten (Suchstichwort: Syrian).

Mit der Erwähnung dieses Berichts und der Entscheidung des HRC, eine neue Untersuchungskommission zu bestellen, stellt der SR klar, dass hinsichtlich der Menschenrechtsverletzungssituation in Syrien nichts erwiesen ist.

[…]

1. Strongly condemns the continued grave and systematic human rights violations and the use of force against civilians by the Syrian authorities, and expresses profound regret at the deaths of thousands of people including women and children;

Schon allein des Inhalts dieses damit in Widerspruch stehenden ersten operativen Punktes wegen waren die Vetos gerechtfertigt, unterstellt er doch, es sei erwiesen, dass Syrische Behörden fortgesetzte schwere und systematische Menschenrechtsverletzungen begangen hätten.

[…]

4. Demands that the Syrian authorities immediately:

(a) cease violations of human rights, comply with their obligations under applicable international law, and cooperate fully with the office of the High Commissioner for Human Rights;

Dasselbe, wie vorhin gesagt, gilt auch hier, soweit es die Unterstellung betrifft, es gäbe überhaupt etwas, mit dem aufzuhören sei. Ferner fällt auf, dass die Kooperation nicht mit der vom HRC bestellten Kommission sondern mit dem Büro des HCHR aufgetragen wird.

(b) allow the full exercise of human rights and fundamental freedoms by its entire population, including rights of freedom of expression and peaceful assembly, release all political prisoners and detained peaceful demonstrators, and lift restrictions on all forms of media;

(c) cease the use of force against civilians;

Immerhin wird hier anerkannt, dass es auch gewalttätige Demonstranten bzw. bewaffnete Gegner der Syrischen Behörden gab.

(d) alleviate the humanitarian situation in crisis areas, including by allowing expeditious, unhindered and sustained access for internationally recognized human rights monitors, humanitarian agencies and workers, and restoring basic services including access to hospitals;

Erst hier erwähnt der SR, allerdings ohne auf die besagte Kommission einzugehen, internationale Beobachtungskörper.

(e) ensure the safe and voluntary return of those who have fled the violence [,] to their homes;

Wäre der von mir in eckigen Klammern ersetzte Beistrich an dieser Stelle gesetzt worden, wäre klar, dass mit „to their homes“ diejenigen in Syrien gemeint sind. Da dieser Beistrich im Entwurfstext aber fehlt, ließe sich diese Passage auch als Destination der Flucht verstehen, sodass hierin ein zweiter Grund für die Rechtfertigung der Vetos zu sehen ist, weil nach diesem Text etwa subversiven Fremdkörpern die Rückkehr ermöglicht werden sollte. Vgl. damit die Konvention wegen Unterdrückung der Unruhen in Syrien (1860).

5. Calls for an inclusive Syrian-led political process conducted in an environment free from violence, fear, intimidation, and extremism, and aimed at effectively addressing the legitimate aspirations and concerns of Syria’s population, and encourages the Syrian opposition and all sections of Syrian society to contribute to such a process;

Berechtigt haben sie also zu sein, die Ansinnen und Sorgen; wessen Betonung nahelegt, dass es unter den Demonstranten auch solche gibt, deren Anliegen nicht berechtigt sind.

[…]

9. Calls upon all States to exercise vigilance and restraint over the direct or indirect supply, sale or transfer to Syria of arms and related materiel of all types, as well as technical training, financial resources or services, advice, or other services or assistance related to such arms and related materiel;

[…]

11. Expresses its intention to review Syria’s implementation of this resolution within 30 days and to consider its options, including measures under Article 41 of the Charter of the United Nations;

Angesichts dessen, dass sich zumindest der zuvor zitierte Punkt 9. klar auch an andere Staaten als Syrien richtet, ist die Einschränkung der Übersicht auf die Umsetzung durch Syrien mangelhaft und der dritte rechtfertigende Punkt für die Vetos.

Insgesamt gewinnt der interessierte Leser den Eindruck, als hätte man sich im SR zu Demonstrationszwecken an Sandkastenspiele herangemacht.

20111007, 1430

Inzwischen sind mir weitere markante Stellen im Entwurf S/2011/612 aufgefallen. Ich zitiere wieder kommentierend:

The Security Council,

[…]

2. Demands an immediate end to all violence and urges all sides to reject violence and extremism;

Der Pleonasmus aus an end to und reject violence weist wohl darauf hin, dass es im syrischen Konflikt Seiten gibt, die der SR legitimerweise gar nicht ansprechen will, weil sie kriminell sind.

[…]

6. Requests the Secretary-General to continue to urge the Syrian Government to implement paragraphs 2 and 4 above, including by appointing at the appropriate time a Special Envoy [,] in consultation with the Security Council, and encourages all States and regional organizations to contribute to this objective;

Mangels des von mir in eckigen Klammern ergänzten Beistrichs im Text bezieht sich das in consultation with klar auf den Special Envoy und nicht etwa (nur) auf den Secretary General.  Offenbar nicht zuletzt in Anspielung auch auf die oben angesprochene Kommission des HRC kritisiert der SR hier offen die mangelnde Loyalität solcher Abgesandter gegenüber deren Autoritäten. Der letzte Nebensatz bezieht sich daher offenbar weniger auf einen Handlungsbedarf der Syrischen Regierung als viel mehr auf das Verhalten solcher Abgesandter, von denen aber immerhin (auch) die Stellung der Syrischen Regierung (dort) abhängt, wo sie der Hilfe der Int. Gemeinschaft bedarf. Das encourages ist wohl recht ironisch gemeint.

7. Encourages in this regard the League of Arab states to continue efforts aimed at ending the violence and promoting such an inclusive Syrian-led political process;

Die zitierten Punkte 2 und 4 (siehe oben) richten sich (anzunehmender Weise) hauptsächlich an Syrien. Daher fragt sich, wer sonst, wenn nicht Syrien den Prozess führen sollte. Das Syrian-led bezieht sich daher offenkundig nicht auf die Punkte 2. und 4., sondern auf die Korrektur des Verhaltens der Abgesandten: namentlich hin zu in consultation with, als Voraussetzung für die erfolgreiche Erlangung bzw. Umsetzung von 2. und 4., wobei Syrien durch die Verweigerung der Einreise der HRC-Kommission die angesprochene führende Rolle übernommen hat: im Kampf gegen die Gewalt gegen Diplomaten, die im folgenden Punkt 8. nur mehr auflösend angesprochen zu werden braucht.

[…]

 11. Expresses its intention to review Syria’s implementation of this resolution within 30 days and to consider its options, including measures under Article 41 of the Charter of the United Nations;

Zynischer geht’s nicht mehr! Der SR spielt hier auf seine Möglichkeiten an, zu denen er ein für allemal und angesichts des kriminellen Überschreitens des Mandats in Libyen Autorisierungen zu militärischer Waffengewalt solange nicht mehr zählen will, wie nicht endlich Artikel 43 der UN-Charta umgesetzt ist, eine weitere Spielart der Abgesandten, im Sinne von: deren Macht vom SR Ableitenden, die mit ihm, dem SR, in Konsultation verweilen sollten.

20111008, 1950

Hier noch zwei aufschlussreiche aktuelle Medienberichte der sana.sy zum Thema, insbesondere zum Beschlusswillen Russlands im SR:

Mikdad: President al-Assad Announced Package of Reforms in Various Fields…Syria is Targeted by Misleading Media Campaign

Medvedev: Russia Won’t Allow Attempts to Impose Sanctions to Change Political Systems

20111010, 1154

Inzwischen ist das offizielle Protokoll über die 6627. Sitzung des Sicherheitsrats zugänglich, in der die oben rezensierte Veto-Entscheidung erging und nach der Abstimmung einige Wortmeldungen der diplomatischen Vertreter der Mitglieder des SR erstattet wurden. Ich darf daraus kommentierend wie folgt zitieren:

Mr. Araud (France)

[…]

More than 2,700 civilian victims and tens of thousands of protesters held in Syrian prisons, more than 10,000 Syrian refugees in Turkey, Lebanon and Jordan — that is the terrible toll on which the Syrian authorities can pride themselves since the beginning of the demonstrations, early in March. That is the terrible toll that some around this table today have still refused to condemn.

Den Tribut an Opfern zu verurteilen, war nicht hauptsächlicher Gegenstand des Resolutionsentwurfs, den die beiden Vetomächte abgelehnt haben, sondern die Verurteilung des Syrischen Regimes.

Since May, we have worked unrelentingly to bring about a response from the Security Council. Our objective was simple and remains so: to stop the brutal crackdown by the Syrian regime against its own people, who are legitimately demanding to exercise their most fundamental rights. This would create an atmosphere free of violence and intimidation and thus allow for the emergence of an inclusive political process led by and for the Syrian people.

Hier spielt der französische Vertreter selbst auf die Unzulänglichkeit der Simplizität an, die Verantwortung für den tribut in Syrien der Syrischen Regierung anzulasten.

To that end, France has assumed its responsibilities at the national and European levels. The European Union has adopted numerous series of sanctions against those responsible for the violence and the measures that have allowed the repression to continue. At the same time, diplomatic efforts continued against the Damascus regime. Those efforts were extensive and included those made by members of the Security Council. The Syrian authorities have remained deaf to those efforts. Faced with the extreme violence being brought against a population demanding to exercise their rights; faced with the deafness of the Syrian authorities; and confronted with the risk of regional instability, a united response from the international community was, and continues to be, necessary. The Security Council, which has the primary responsibility of maintaining peace and security, is therefore the natural spokesperson for the international community.

Dieses at the same time stellt einen gewissen Gegensatz zwischen der Aussage davor und jener danach her: also zwischen den Verantwortlichen einerseits und dem Damaszener Regime andererseits, welche somit nicht identisch sind.

Das zweimal gesetzte faced steht zweifelsfrei für eine direkte Begegnung in räumlicher Hinsicht, was darauf hindeutet, dass sowohl für die extreme Gewalt als auch für das Taubsein die Internationale Gemeinschaft selbst verantwortlich ist, weil es ihre Interessen sind, die in Syrien Fleisch werden; dass aber dies offenbar nicht ausreicht, sondern eine Konfrontation (mit dem Risiko der Instabilität) zusätzlich zu der im Mittleren Osten nichts Neues darstellenden extremen Gewalt her muss, um Veränderung zu provozieren.

[…]

Thus, we cannot doubt the meaning of the veto against this text today. This is not a matter of language, it is a political choice. It is a veto on principle, which means that it is a refusal of all Council resolutions against Syria. It shows disdain for the legitimate aspirations that have been so bravely expressed in Syria for the past five months. It is a rejection of this tremendous movement for freedom and democracy that is the Arab Spring.

Waren sie das?

Let there be no mistake. This veto will not stop us. No veto can give carte blanche to the Syrian authorities, who have lost all legitimacy by murdering their own people. The appeals of the Arab League to put an end to this blood-letting, the statements from neighbouring countries and the suffering of the Syrian people clearly show that this veto runs counter to the path of the historic events occurring in Syria and throughout the region.

Die (die Macht innehabenden) authorities müssen nicht gleich dem (politischen) Regime sein.

[…]

In conclusion, I should like to pay tribute to the courage of all those women and men who continue, after months of bloody repression, to call for freedom in Syria. Only an effective response to those aspirations can restore stability to that country, on which depends the stability of a fragile region. The international community and the Council in particular, given its mandate, cannot escape its obligation to ensure that this happens, and we regret that that was not the case tonight.

Mr. Churkin (Russian Federation):

[…]

The situation in Syria cannot be considered in the Council separately from the Libyan experience. The international community is alarmed by statements that compliance with Security Council resolutions on Libya in the NATO interpretation is a model for the future actions of NATO in implementing the responsibility to protect. It is easy to see that today’s “Unified Protector” model could happen in Syria. All present should understand that the Russian position regarding the conflict in Libya is in no way based on any kind of special ties with the Al-Qadhafi regime, especially since a number of States represented at this table had warmer relations with the Libyan Arab Jamahiriya.

The people of Libya have spoken regarding Al-Qadhafi, and they have determined his fate. For us, Members of the United Nations, including in terms of a precedent, it is very important to know how the resolution was implemented and how a Security Council resolution turned into its opposite.

The demand for a quick ceasefire turned into a full-fledged civil war, the humanitarian, social, economic and military consequences of which transcend Libyan borders. The situation in connection with the no-fly zone has morphed into the bombing of oil refineries, television stations and other civilian sites. The arms embargo has morphed into a naval blockade in western Libya, including a blockade of humanitarian goods. Today the tragedy of Benghazi has spread to other western Libyan towns — Sirte and Bani Walid. These types of models should be excluded from global practices once and for all.

Von großer Wichtigkeit, dass Churkin dies alles hier offen zur Sprache bringt; denn quod non est in actis, non est in mundo.

With respect to Syria, we are not advocates of the Al-Assad regime. We believe that the violence is unacceptable, and we condemn the repression of protests by peaceful demonstrators. However, the continuation of this tragedy cannot be blamed only on the harsh actions of the authorities. Recent events convincingly show that the radical opposition no longer hides its extremist bent and is relying on terrorist tactics, hoping for foreign sponsors and acting outside of the law. Armed groups supported by smuggling and other illegal activities are providing supplies, taking over land, and killing and perpetrating atrocities against people who comply with the lawenforcement authorities.

Regime und authorities sind zwei nicht synonyme Begriffe! Im Übrigen kommt hier klar zur Sprache, dass unter den Demonstranten bzw. Gegnern der Regierung auch gewalttätige Bewaffnete sind, von (friedlichen) Zivilisten also nicht mehr gesprochen werden kann.

[…]

We must bear in mind the fact that a significant number of Syrians do not agree with the demand for a quick regime change and would rather see gradual changes, believing that they have to be implemented while maintaining civil peace and harmony in the country.

Das gradual im Gegensatz zu regime könnter sich auch übertragen auf Dienstgrade beziehen, wie sie in militärisch geordneten Hierarchien üblich sind.

[…]

On that basis, we are prepared to develop a genuinely collective and constructive position for the international community and not get involved with legitimizing previously adopted unilateral sanctions or attempts at violent regime change. The people of Syria deserve peaceful change, with the support of the international community.

Nach allgemein anerkannten völkerrechtlichen Prinzipien ist der Normalzustand der grundsätzlich freie Verkehr unter den Völkern (vgl. Artikel 1 Abs. 2 und 3 UN-Charta). Solch freien Verkehr durch (unilaterale) Wirtschaftssanktionen zu stören bzw. blockieren, bedarf daher der völkerrechtlichen Rechtfertigung. Im Übrigen sieht die UN-Charta die kollektive Vorgehensweise bei Störungen des Friedens etc. vor: to take effective collective measures for the prevention and removal of threats to the peace (Art. 1 Abs. 1 UN-Charta). Und schließlich ist die schon gar gewaltsame (!) Einmischung in innere Angelegenheiten, zu denen auch die Wahl der Regierung(sfrom) zählt, verboten (Artikel 2 Absatz 7 UN-Charta).

Mr. Li Baodong (China):

China is highly concerned about the developments in Syria. We call on the various parties in Syria to exercise restraint and to avoid more bloodshed all forms of violence. We hope that the Syrian Government will implement commitments to reform. We also hope that a Syrian-led and inclusive political process will be launched as soon as possible, so as to facilitate the early easing of tension there.

The international community should provide constructive assistance to facilitate the achievement of the objectives I have mentioned. In the meantime, it should fully respect Syria’s sovereignty, independence and territorial integrity. Whether the Security Council takes further action on the question of Syria should depend upon whether it would facilitate the easing of tension in Syria, help to defuse differences through political dialogue and contribute to the maintenance of peace and stability in the Middle East. Most important, is [sic!] should depend upon whether it complies with the Charter of the United Nations and the principle of non-interference in the internal affairs of States — which has a bearing upon the security and survival of developing countries, in particular small and mediumsized countries, as well as on world peace and stability.

Dieses in the meantime betont, dass gegenwärtig offenbar bereits eine Intervention der internationalen Gemeinschaft stattfindet, welche aber nicht diesen charta-mäßig vorgegebenen Prinzipien und Leitlinien entspricht; was wiederum auf die breit gestreute Involvierung und Bedeutung der internationalen (eigennützigen) Interessen hindeutet, die (nicht zuletzt seit der Syrien-Konvention aus 1860) in Syrien verstrickt sind.

Ad sic!:  Ob das eine Andeutung auf ISS ist?

[…]

Sir Mark Lyall Grant (United Kingdom):

[…]

In an attempt to maintain the unity of this Council, for the past few weeks we have therefore been engaged in intensive negotiations aimed at ensuring that the Council could at least send a strong signal to the Syrian regime to stop the violence. Through these negotiations we tried to meet the stated concerns of Council members. We removed the sanctions. Still, it was unacceptable to the minority. We called on all sides to reject violence and extremism. Still it was unacceptable. We removed any sense that sanctions would automatically follow in 30 days if the regime failed to comply, and still it was unacceptable. By including reference to Article 41 of the United Nations Charter we made it clear that any further steps would be non-military in nature. Still it was unacceptable.

Ohne dass ich die hier fett hervorgehobenen, gestrichenen oder hinzugefügten Maßnahmen im Falle Syriens gut heißen wollte: Sie belegen jedenfalls, eine unglaublich dehnbare Bereitschaft der Protagonisten des Entwurfs, für die Grant hier spricht, inhaltliche Veränderungen des Entwurfs auch dort hinzunehmen, wo solcher Inhalt zuvor offenbar als unabdingbar notwendig angesehen worden ist, wovon man ausgehen wird dürfen, könnte doch sonst solcher Inhalt niemals in einem Entwurfstext für eine Resolution des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen stehen.

Mit anderen Worten: Auch wenn Grant einleitend die Erreichung wenigstens einer Aufforderung, die Gewalt zu beenden, betont, so gesteht er hier doch eine ziemlich opportunistisch politische „Fähnchen im Wind“-Charaktere ein, die auf völkerrechtlichem Boden der zwingenden Notwendigkeiten nichts verloren haben sollte, und die nicht zuletzt und aktuell etwa auch der Slowakei auf einzelstaatlichem Boden eine carte blanche dafür ausstellt, dass dessen Parlament sich offenbar mit der Absicht trägt, innerhalb von zehnt Tagen über ein und denselben Beschlussgegenstand (Ausweitung der EFSF, die übrigens gar kein „Internationaler [gemeint wohl: völkerrechtlicher] Vertrag“ ist!) einmal ablehnend und einmal zustimmend abzustimmen: aus reiner macht- und parteipolitischer Erwägung!

So viel auch zur Vorbildfunktion des SR gegenüber nationalen Verhaltensweisen in Recht und Politik…

 

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