Zum Hochverrat und seinen Wirkungen. Teil IX.

 
 
 
 
 
 
 
 
20100902, 1051
 
Es gäbe einiges zu sagen zu den maßgeblichen Abkommen 22 LoNTS (564 und 565) 353, in denen Grenzen zwischen den französischen und den britischen Mandatsgebieten – zum Teil lange vor der Erteilung der Mandate durch den Völkerbund, obschon unter Beteiligung betroffener Vertreter, die nicht unterzeichnet haben – abgesteckt wurden, wobei das aus 1923 in Wahrheit nur die Wissenserklärung ratifiziert, dass nichts ratifiziert wird.
 
Irans Repräsentanten haben es zuletzt mehrfach kundgemacht: Der Nahe samt dem Mittleren Osten kann auf der Weltbühne eine gewichtige Rolle spielen. Es täte derselben äußerst wohl, wenn er sie spielte. Doch dies wird mit sektiererisch-religiösem und eingebildet-eigennützigem Scharmützeltum nicht funktionieren, sondern nur in der Einheit, dann aber umso gewichtiger und wohltuender.
 
Deutschland und Israel haben sich (seit Leif Erikson ?) an einander gebunden, offenbar, um als Gegengewicht, als Zeitzünder, gegen die Ausbeutung im Nahen und Mittleren Osten zu fungieren, als native actors, wo die Lage droht, ins mittelalterliche zurückzufallen. Wer davon an dritter Stelle profitiert (hat), liegt offen vor uns: Diese Vormundschaften sind aufzulösen, wir brauchen sie nicht mehr – im Gegenteil.
 
Die Juden und die Araber müssen erkennen, dass ihre Beziehung zu einander nicht von teilender Feindschaft sondern von einender Freundschaft und wechselseitigem Beistand gezeugt ist, wenigstens von der historischen Intention her. Wenn sie das erkannt haben, werden sie mit ihrer Region zur Weltmacht aufsteigen.
 
Ein Ausgleich, der allen wohl tun wird.
 
 

1852

Zwischendurch was zum Entspannen.

Der online Kurier (eine österreichische Tageszeitung) berichtete vor einigen Tagen unter: Star-Tattoos mit Grammatik-Fehlern, unter anderem wie folgt:

Sängerin Rihanna ziert seit kurzem eine falsch geschriebene Tätowierung. Sie ließ sich rebelle fleur (rebellische Blume) auf den Hals tätowieren. Dass im Französischen zuerst das Nomen und dann das Adjektiv kommt, wusste der Tätowierer wohl nicht.

Das ließ mir keine Ruhe, bis ich gerade eben die Zeit fand, diese halbgebildeten Rotten nachweislich eines Besseren wenn schon nicht zu belehren – ein wohl aussichtsloses Unterfangen -, dann doch wenigstens zu korrigieren.

Bei Eduard Mätzner, Französische Grammatik, Berlin (1877), S. 571, findet sich zum Thema, was folgt:

image

Wie wir sehen, kommt es im Französischen also darauf an, ob das Adjektiv unterscheidend beschreibend ist: dann und nur dann ist es nachgestellt; oder aber, ob es mehr eine dem Substantiv innewohnende Eigenschaft wiedergibt, dann geht es diesem durchaus voran!

Rihanna erklärt sich also als Inbegriff des Rebellischen, dargestellt an einer Blume. – Warum auch nicht?!  ☺

Schön wäre jetzt aber, wenn diesen hehren Vorsätzen auch Taten folgten. Gerade in den letzten Tagen plagte mich die Erkenntnis, dass dieses Unterhaltungs- und show business schon auch die emotionalen Defizite der Menge auszunützen trachtet und versteht.

Die Kunst dabei wieder etwas in den Vordergrund kommen zu lassen, stünde da einer Rebellin gerade auch als Avantgardistin besonders gut an.

Den Frust der Maschinerie abstreifen und mit geschwellter Brust sich durchzusetzen, heißt die Devise: Denn Kunst kommt immer an, während teaser und andere Zoten bald wieder vergessen sind, um dem nächsten Vergänglichen Platz zu machen.

– Oder hab’ ich rude boy da etwas missverstanden? lol

 

2137

Oder Leona Lewis zum Beispiel: Bei Youtube gibt sie den evergreen Summertime zum Besten; und am Schluss findet sich einer dieser besserwisserischen Idioten, die meinen, es bräuchte ihr einsilbiges Urteil, damit das Auditorium erkennt, welch Gott begnadete Stimme diese Frau hat. Dieser Ochse beleidigt damit nicht nur den Zuhörer, sondern umso mehr Leona Lewis, die obendrein zu Beginn bloß mit ihrem Vornamen angekündigt wird: alles (sexistische) Erniedrigungen, um Größen klein zu halten.

HOCHVERRAT!

 

20100903, 1309

Schon seit Längerem vertrete ich die These, dass dereinst Teilungen und damit einhergehende Entwurzelungen als Folge von Zuteilung von Aufgaben, den Masterplan zu erreichen, vorgenommen worden sind: sowohl in tatsächlicher als auch in sozialer und gesellschaftlicher Form. Diese Partitionen müssen mit dem Versprechen einhergegangen sein, dass dann, wenn das Ziel erreicht wurde, oder der Fortschritt dorthin soweit gediehen ist, dass es sich vollziehen lässt, diese Abtrennungen und Beschneidungen wieder rückgängig gemacht, aufgehoben werden sollten.

Was ist also, wenn die Rückkehr der Israeliten nach Palästina und die Restitution in ihre Rechte eine pars pro toto für diese Rückgängigmachung darstellen soll?

Gleichwohl darf dies nicht darüber hinweg täuschen, dass eine Rückkehr in Rechte nicht mit einer ungebührlichen Beschneidung der Rechte anderer verbunden sein darf, wie sie als Ungerechtigkeit und ledigliche Umkehrung des status quo ante aufgefasst würde.

Wie Ministerpräsident Netanjahu aber gestern gesagt hat: Frieden wird es nur mit Einschnitten auf beiden Seiten geben. Ob sich dabei zwei Staaten ausgehen, wage ich zu bezweifeln.

Im Übrigen erinnere ich an die zaghaften Versuche, eine vereinte große Arabische (semitische) Nation zu schaffen: die Vereinigte Arabische Republik zwischen Agypten und Syrien (unter Mitwirkung Nordjemens) sowie die Arabische Union zwischen Irak und Jordanien, je 1958; was leider nicht lange gehalten hat, wobei die Gründe hierfür einer Untersuchung wert wären!

1326

Präsident Achmadinejad spricht bei irna.ir, President: Compromise talks doomed, von einem 300. Geburtstag des zionistischen Regimes über die Welt, was also zeitlich in eine auch für Österreich bedeutende Epoche, rund um die frühe erste Hälfte des 18. Jahrhunderts fällt! Ich assoziiere dazu die Pragmatische Sanktion (mit Wirkung auf halb Europa) sowie die Zirkumzision bei den Juden, die den Frauen unzweifelhaft entgegenkommen wird, ob der geminderten Empfindlichkeit der sonst so zarten Haut der glans.

Das meinte ich mit Unterminierung von staatlicher Souveränität durch semitische, kindweib-gefällige und deshalb infantile Prachtprotzerei; wobei ich mich beeile hinzuzufügen, dass ich mich bemühe, dabei ganz emotionslos zu bleiben und nur Fakten sachlich anzuführen.

 

20100904, 1122

Auch Artikel VII NPT schließlich belegt die Einfrierung des technischen status quo, wenn er lautet:

Nothing in this Treaty affects the right of any group of States to conclude regional treaties in order to assure the total absence of nuclear weapons in their respective territories.

Das hervorgehobene total weist klar darauf hin, dass nicht nur die bereits vom Verbot des Artikels I betroffenen "steinzeitlichen" Atomwaffen sondern auch neuere, die also von dem genannten Einfrieren betroffen und daher dem Vertrag nicht unterworfen wären, sollen gebannt werden können, wenn es dafür auch eigene Verträge braucht, die sodann ausdrücklich oder kraft ihres neueren Datums auch solche neue Waffen umfassen.

1150

Dies bedeutet, wie andernorts bereits angesprochen, meines Erachtens nicht, dass dem NPT später beitretende Staaten zu einer Technologieaktualität des Beitrittsdatums kontrahierend würden: denn die technische Einfrierung auf (ca.) 1970 stellt ein ganz wesentliches Moment in der Vertragsgrundlage dar, sodass sie schon ausdrücklich abbedungen werden müsste, was durch einfachen Beitritt nicht erfolgt.

 

1222

Um den gemeinten Hintergrund der Geschichte mit der glans hoffentlich etwas zu verdeutlichen, gebe ich im Folgenden eine kurze Korrespondenz wieder, die ich vor kurzem mit meiner Schwester per E-Mail geführt habe:

Liebe Désirée!
 
Als ich die vergangenen Tage unser Treffen Revue passieren ließ, ging mir Deine mit gerümpfter Nase genervt angebrachte Bemerkung nicht aus dem Sinn, Du schliefest gleich ein (wenn ich nicht damit aufhöre, die Ansicht zu vertreten, Iran stehe für alte Werte).
 
Tatsache ist, Désirée, dass Iran auf einem der wichtigsten Rechtsgebiete überhaupt, dem Atomrecht, aufgrund seines Atomprogramms reinen Tisch gemacht und mit einer Jahrzehnte währenden Untugend, Nicht-Atomwaffen-Staaten zu unterjochen, Schluss gemacht hat (mit meiner Unterstützung, wie ich anfügen darf).
 
Dem unbedarften Beobachter, der sich mit der Materie nicht eingehend befasst hat, wird das wenig sagen. Tatsache ist aber, dass diese Errungenschaft auf dem besagten Rechtsgebiet auf alle anderen Gebiete ausstrahlen wird, auf denen die Dinge im Argen liegen; insbesondere auch auf dem Gebiet der Menschenrechte.
 
Erwähnen sollte man hier auch, dass noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts Großbritannien und Rußland einen Vertrag über die wirtschaftliche Aufteilung von Interessenssphären im Iran geschlossen haben – völlig über die Souveränität Irans hinweg. Das heißt, dass wir heute nicht restlos sicher sein können, wer dort in welchen Dingen eigentlich wirklich die Fäden zieht.
 
Der Sexualakt, Désirée, wie Du wissen wirst, ist, so schön und erquicklich er auch sein mag, eine Betätigung, während welcher wir zwar einerseits intensivste Emotionalität und Sinnesstimulierung erleben, andererseits aber auch äußerst abgelenkt, (archaisch gedacht) verletzbar, offen und ungeschützt sind.
 
Das, worin die vom Westen titulierte Frauendiskriminierung zB im Iran vor allem seinen Ausdruck findet, sind etwa die Bekleidungsvorschriften. Diese verbergen alles, was insbesondere sexuell reizen könnte. Mit den Augen des gerade vorhin Erörterten gesehen könnte man also von einer Art Schutz sprechen.
 
Wenn westliche Frauen meinen, sie zögen sich im übertragenen Sinn die Hosen an, wenn und soweit sie sich öffentlich (wörtlich genommen) geradezu nackt ausziehen, irren sie gewaltig. Denn diese extreme Offenheit schwächt sie in Wahrheit sehr. Und es bräuchte nur ein Mann daher kommen, der – anders als der Durchschnitt der westlichen Männer – fest im Sattel seiner Selbstsicherheit sitzt, und schon fiele die Frau aus den Fugen.
 
Ich weiß auch gar nicht, wie Du reagiert hättest, wenn ich mich durch Deine eingangs zitierte Bemerkung nicht eindämmen hätte lassen. Irgendwann vermutlich zunehmend echauffiert und somit demaskiert, offen und verletzlich.
 
Was ich mit all dem sagen will, ist bloß, dass die Dinge nicht immer so sind, wie sie auf den ersten Blick scheinen, und wir uns ein Urteil über sie nur dann zutrauen sollten, wenn wir alle Aspekte betrachtet und untersucht haben.
 
Hab einen schönen Tag!
 
LG
Arthur

und die zweite:

Mehr fällt Dir dazu nicht ein? Schwach, echt schwach!   🙂
 
Nochmals: Mit Eurer sexuellen Freizügigkeit und (äußerlichen) Nonchalance mögt Ihr Frauen vielleicht uns westliche, in unserer Mannesstärke sozialisationär degenerierte Männer beeindrucken und gängeln – aber Männer, die aus einem Kulturkreis stammen, in der die Sexualität als das gelebt wird, was sie ist, nämlich überaus intim und daher heilig und zu behüten, werdet Ihr damit eher nicht verwirren oder aus dem Konzept bringen.
 
Insgesamt sehe ich die Intimitätsregeln des Islam als ein überaus taugliches Mittel, Souveränität zu untermauern, während wir hier im Westen unsere Souveränität längst eingebüßt haben und mit (völkerrechtswidrigen) Mitteln wie der NATO und sonstigen Waffensystemen (vergebens) zu verteidigen suchen.

Nüchtern betrachtet geben wir hier ein jämmerliches Waschlappenschauspiel ab! Mit angeschwollenem Schwanz und feuchten Schenkeln selbstverständlich. Und wenn wir nicht bald zur Besinnung kommen, wird man uns die Selbstregierung unterm geilen Arsch wegreißen.
 
Echt super!
 
LG
Arthur

 

1236

Und dennoch sehe ich "die Juden" indes nicht als Urheber dessen, was ich hier kritisiert habe: schon eher als Handlanger und Marionetten, als Statisten, derer sich eine andere Macht bedient, um aus dem Hintergrund und über die Sexualität einzuwirken, auf dass geschwächt und dirigiert werde, wo hoher Geist (aus deren Sicht) droht, sich zu größter Macht aufzuschwingen, was es durch Niederhaltung dessen Selbstsicherheit (aus deren Sicht) zu verhindern gilt. Infantilität ist hier die Folge.

"Die Juden" sind ein Zahnrädchen in der Weltgeschichte, genauso wie andere Büttel, Komparsen und Figuren, deren – um mit Kommissar de Gucht zu sprechen – Rechthaberei bloßer Ausdruck deren Unterdrückung ist, die selbst zu vertuschen auch Zweck und zugleich Mittel des Wirkens aus dem Hintergrund ist.

 

1948

Und denjenigen, die sich auf zwei getrennte Staaten kaprizieren, sei gesagt, dass nichts gewährleisten kann, dass die Feindseligkeiten, die seit Jahrzehnten andauern, nach offizieller Errichtung eines Palästinenserstaates nicht weitergingen.

Ergriffe man jedoch die Chance, einen Gesamtstaat zu errichten, dann erforderte es nur eine nach kulturellen Bedürfnissen ausgewogene Verfassung, die die Verantwortung gerecht teilt, sodass nicht mehr ein von sich selbst verschiedener Anderer für Unzulänglichkeiten angeschwärzt werden könnte, sondern die Verantwortung dafür (auch) bei sich selbst zu suchen wäre.

Nur ein Gesamtstaat kann stark genug sein, (gewöhnlich gewordene und auch für die Zukunft zu erwartende) aufwieglerische Sticheleien von Außen zu ersticken.

Die beiden Volksgruppen Palästinas haben jetzt die Chance politische Menschheitsgeschichte zu schreiben. Sie sollten sie nicht fahren lassen.

 

20100906, 1042

Am Beispiel Non-Proliferation bzw. NPT lässt sich schön erkennen, was ich unter Hochverrat verstehe, nämlich das Sitzen von im günstigsten Fall durchschnittlich Begabten auf den Schaltstellen, insbesondere Regierungssitzen, während die Hochbegabten im Dunkeln kauern:

Dass den im Dunkeln Kauernden der Inhalt des NPT, wie ich ihn hier dargestellt habe, bestens bekannt ist, lässt sich nicht nur an den dazu ergangenen Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen ablesen, sondern auch etwa am oben erwähnten Schlussdokument der letzten NPT-Revisions-Konferenz, wenngleich diese starken Einfluss von meinen Kommentaren aufweist. (Man sollte auch nicht glauben, dass jene, die jetzt in Alpbach getagt haben, die wahren Entscheidungsträger im SRVN sind!)

Das wirft also die Frage auf, wie es kommen kann, dass Politiker der Reihe nach in irgendwo generierte Parolen einstimmen, die da zB gegen Iran hetz(t)en und dessen Verstoß gegen den NPT behaupteten, wo doch das gerade Gegenteil der Fall ist. Es ist zuerst einmal höchst durchsichtig, dass diese Politiker (Minister, Abgeordnete und sonstige Hochverrats-Büttel) keine Ahnung von der Materie haben, was im Fall zB eines Außenministers oder Sicherheitssprechers besonders beklagenswert ist. 

Brauchen die Hochbegabten zu ihrem Schutz einen Wall, den ihnen diese Chorsänger bauen? Wozu sollte das gut sein? Wozu sollte gut sein, dass Millionen von Staatsbürgern glauben, Iran verstieße gegen den NPT, wo es doch gar nicht wahr ist, wo doch vielmehr jene, die dies behaupten, gegen ihn verstoßen, indem sie Iran dessen Rechte nach ihm streitig machen?

Es gibt keinen Weg, der am Urteil Hochverrat vorbeiführte! Der halbgebildete Pöbel hat sich mit Waffengewalt auf Regierungsebene emporgehoben, wo er allerdings schon rein faktisch nichts zu sagen hat, weil der gar nicht weiß, was zu sagen wäre, ob der ihm fehlenden Sachkenntnis. Daraus folgt dann, dass er sich "beraten" lässt, von den Hochbegabten oder vielmehr jenen, die diese unter ihrer Knute haben. (Da werden etwa auch Internetforen durchkämmt auf der Suche nach Hochintelligentem, was emotional bedürftige Systemopfer dort hinterlassen haben: systematischer Gehirnschmalzklau!)

Doch dieser Pöbel ist noch nicht einmal imstande, die ihm kraft solcher Beratung zukommenden Informationen richtig zu verwerten, weil ihm schlicht die Intelligenz dazu fehlt; (was etwa am genannten Konferenz-Schlussbericht besonders gut abgelesen werden kann, weil dort zahlreiche offenkundig der Täuschung des regierenden Pöbels dienende "Klarstellungen" zuungunsten der hier dargelegten Rechtslage zu finden sind, die aber derart stümperhaft ausfallen, dass sie in Wahrheit nicht den von ihm erwünschten Effekt zeitigen können sondern das Gegenteil, was diesem Pöbel gar nicht auffällt, ob seiner Dummheit). Also baut er entweder ständig Fehler, verhängnisvolle und im günstigsten Fall peinliche – wen juckt’s, wo es doch dem Pöbel samt der bloß aus Boulevard bestehenden Presse gar nicht auffällt?!; oder aber er lässt sich auch in der Entscheidungsfindung und -fällung selbst "beraten"; sodass im Endergebnis únd de facto diejenigen regieren, die im Dunkeln sitzen.

Die Frage ist die nach den Früchten solcher Umstände. Und wozu wir solche "Eliten" an Schaltstellen brauchen, die in Wahrheit Fußvolk sind.

Diese Umstände verzögern oder verunmöglichen wichtige Entscheidungen, weil fast alle dieser Entscheidungen voraussetzten oder mit sich brächten, dass diese hochverräterischen Zustände abgestellt werden, und das wollen diese Mittelstandshuren und deren Gefolge nicht, denn sie haben sich im Speck ganz gut eingenistet, wollen nicht weichen, auf Teufel komm raus, und nach dem Motto: hinter mir die Sintflut. Was kümmert die eine Klimaveränderung, wenn doch der Sohnemann so gern BMW fährt oder Formel-I sieht? Dass unseren Enkeln solche Kurzsichtigkeit zum Verhängnis werden wird, macht ihnen auch nichts aus, denn sie wissen nicht, "wie die Welt in dreißig Jahren aussieht" (Zitat: dt. Verteidigungsminister zu Guttenberg), ja sie wollen und können es sich noch nicht einmal ausmalen, weil ihnen die Intelligenz dazu fehlt. Dabei bräuchte man nur zwei und zwei (oder ein paar mehr von diesen Informationen, die sie nicht haben, zu verarbeiten nicht imstande sind) zusammenzuzählen, um in die Zukunft zu sehen.

Also machen sie mit dem weiter, was sie können, was der Menge vertraut ist, und was so schön dahinplätschert: Sie betreiben Parteipolitik, schwingen ein paar gut klingende Parolen und kassieren die nächsten Wahlkostenerstattungs- und Parteienfinanzierungsmillionen; nach dem Motto: lassen wir die Spezialisten weiter schwitzen, sie werden schon etwas produzieren, was sich gut vermarkten lässt, für ein paar Leserquoten und Wählerstimmen an den Stammtischen oder in der nächsten Wählerstimmenerhebung.

Wir steuern aufgrund deren Nonchalance in den Abgrund, und das wird sich nicht ändern, solange sich diese hochverräterische Parteidominanz nicht ändert.

Es gäbe noch sehr viel mehr dazu zu sagen, auch mehr ins Detail Gehendes. Doch es gilt zu vermeiden, diesen Know-how-Raub-Huren weiteren Stoff zu bieten, der sie in einem Licht erscheinen lässt, das ihnen nicht zusteht.

Dem so genannten einfachen Volk sei hiermit geraten, sich gegen diese Parteiführer und Lenker zu stellen und von ihnen Rechenschaft mit Substanz zu verlangen, auf dass sich offen darstelle, wie sehr sie von Lügen, Täuschung und geistigem Diebstahl leben. Tut das Volk dies nicht, wird es mit diesen Huren untergehen, denn Europa sitzt bereits am absteigenden Ast, weil diese Parteihuren es dorthin gewirtschaftet haben in ihrer Selbstgefälligkeit und kurzsichtigen Ignoranz.

So ist es, und so wird es kommen.

1201

Ein alternativer, nur scheinbar gefährlicherer, doch um nichts weniger effizienter Weg wäre der, dass die konzipierende Elite im Hintergrund einen Generalstreik antritt: so lange und so konsequent, bis bzw. dass die Masken fallen und die Schimäre der Parteihuren offen sichtbar da liegt, damit jeder sie sehen kann, auf dass das Volk sich erhebe, um seine besten Köpfe empor zu heben, über diese Huren hinweg.

Ganz im Sinne von Jeremia 38:22: »Ach, deine guten Freunde haben dich überredet und in ihre Gewalt gebracht und in den Sumpf geführt und lassen dich nun stecken

 

20100907, 1423

Die online FT zitiert den Präsidenten der EU-Kommission, José Manuel Barroso, unter Barroso calls on Europe to accelerate reform, aus dessen Rede an das EUP heute wie folgt:

Without structural reforms, we will not create sustainable growth. We must use the next 12 months to accelerate our reform agenda,” Mr Barroso said. “Now is the time to modernise our social market economy so that it can compete globally.

Als Portugiese müsste Barroso wissen, dass man etwa Korkeichen, mithin etwas sehr langsam Wachsendes, wenn sie einmal geschält sind, erst nach – wieviel? – 15 Jahren erneut abernten kann. – Mit anderen Worten: Die strukturellen Probleme Europas löst man nicht in 12 Monaten, man löst sie noch nicht einmal in Jahren, sondern man löst sie in Generationen, denn diese sind es, die krank sind.

Was Europa, insbesondere dessen Westen, braucht, sind gesund heranwachsende Generationen: frei und gesund strukturiert sozialisierte Kinder und Jugend, die zu Erwachsenen werden, die Verantwortung tragen können und denen Werte wichtiger sind als Konsumrausch und Statussymbole.

Richtig ist zwar, dass – um bei dieser Größe zu bleiben – die ersten 12 Monate im Leben des Menschen wohl die am meisten prägenden sind, doch dann beginnt das Lernen fürs Kind erst so richtig.

Und unsere Gesellschaft ist derart durchsetzt von kranken Leuten – an allen wichtigen Schaltstellen und Funktionen, dass kaum möglich ist, den Wandel zu einer gesunden, nicht krank machenden, den Konsum- und Destruktionswahnsinn nicht tradierenden Sozialisation binnen der von Barroso genannten Frist wieder sicherzustellen.

Dies ließe sich in derart kurzer Frist, oder wenigstens rascher als sonst auf natürliche Weise, nur machen, wenn man (gesunde) Fremde mit entsprechendem Bildungsniveau ins Land ließe, und das verträgt sich nicht mit der (krankheitsbedingten) Xenophobie der Menge.

Auf natürliche Weise ist dem Problem der traditionellen Sozialisationskrankheit (Wiederholungszwang) im Übrigen nur durch öffentliche, programmatische Befassung mit der Problematik beizukommen. Wie etwa Irans Oberster Revolutionsführer Ayatollah Seyed Ali Khamenei in: Supreme Leader Urges Scientific Jihad, bei online Fars News Agency vorgibt, braucht es einen (gesetzlich vorgegebenen) Wissenschaftsplan, der wohl von außerhalb (von weitgehend gesunden Kulturen bzw. deren Vertretern) generiert und dann minutiös umgesetzt werden muss: denn alleine, aus eigener Kraft schaffen wir es nicht mehr, denn unsere besten Köpfe sind entweder zu vergrämt, oder man hat seitens des Parteihurenpöbels zu viel Angst davor, sie an die offiziellen Spitzen zu lassen.

Was über Jahrhunderte negativ gewachsen ist, lässt sich kaum aus sich selbst heraus und schon gar nicht binnen der gegenwärtig existierenden Generationen aufheben oder ausmerzen, wenn nicht durch eine Katharsis gewaltigen Ausmaßes, initiiert durch ebensolche Sozialprogramme. Bloß: Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

 

1827

Der aufmerksame Leser wird es schon bemerkt haben: Im obigen Zitat Barrosos ist die Rede von der Lösung binnen 12 Monaten nicht der Probleme sondern der Agenda (die dorthin führen soll).

Ich freue mich also, dass die Bemühungen des Präsidenten der EU-Kommission so weit gediehen sind, dass er feststellen kann, man werde binnen der nächsten 12 Monate eine Tagesordnung erstellen.

Wobei nicht er es sein wird, der sie erstellt, sondern – ja, wer eigentlich?

Den Leser interessiert vielleicht meine heute mit meiner Schwester geführte E-Mail-Korrespondenz:

Meine lieben Geschwister,

gerade weil ich weiß, wie beschäftigt Ihr wohl gerade seid, kann ich nicht an mich halten, Eure hochgeschätzte Aufmerksamkeit auf jenen nicht mehr ganz jungen Titel zu lenken, der mir bei meiner alltäglichen Recherche in der online Ausgabe der Universitätsbibliothek Sachsen-Anhalt untergekommen ist; er stammt von Johann Jacob Lange, aus dem Jahre 1786 und lautet:

Ueber die Gewohnheit, die redhibitorische Klage bei den Franzosengeschwülsten des Rindviehs anzuwenden.

Was für ein Werk, nicht wahr!

Liebe und beste Grüße für den weiteren Tag!

Arthur

Auf eine kurze Antwort mit der Frage nach meiner Befindlichkeit seitens meiner kleinen Schwester (sie ist 7 Jahre jünger als ich und lebt in Wien) Folgendes:

Danke der Nachfrage. Mir geht’s den Umständen entsprechend. Und ich versuche, mir eine Welt vorzustellen, in der ich leben wollte und könnte, in der Hoffnung, ich könnte sie vielleicht anderswo, auf einem anderen Kontinent finden.

Hier stoße ich nur auf Geschöpfe, die sich offenbar nicht waschen und daher stinken wie Schweine, oder Säufer sind und daher eine ekelhafte Fahne nach sich ziehen; die außer Fressen und sonstige Grundbedürfnisse nichts interessiert, die vor allem nicht bereit sind, politisch zu denken, sich gewahr zu werden, dass sie ein Teil des Staates sind und daher Verantwortung für das Gemeinwohl tragen; die herum blöken wie die Schafe, die auf den Wolf warten, damit er sie reiße; die jemanden, der sie darauf aufmerksam zu machen sucht, verurteilen und ausgrenzen, die außerdem Vätern deren Kinder rauben und sich dann wundern, dass es ihnen schlecht geht, dies sodann als Krankheit bezeichnen, die dazu führen muss, dass man ihn dessen Kind erst recht nicht sehen lässt:
ein hochverräterisches, krankes Saupack eben.

Sodann noch ein Nachsatz:

Es ist wirklich sehr schade, dass diese räumliche Distanz zwischen uns liegt und so spontane Treffen unmöglich macht.

Andererseits ist das posten von E-Mails insofern gar nicht so unnütz, als man dabei jedes Wort gut überlegen sollte, um auszuschließen, dass man den andern verletzt, zumal man dies ja nicht sofort erkennen und durch Korrektur abwenden könnte.

Der langen Rede kurzer Sinn: Hast Du Zeit auf eine Tasse Kaffee – koffeinfreien selbstverständlich. – Spar Dir die Antwort: war bloß ein Witz.

Stephen Hawking hat jetzt ein neues Buch auf den Markt geworfen, in dem er angeblich zum Schluss kommt, dass sich das Universum durchaus von selbst erschaffen haben kann, es also eines Gottes nicht bedurft hat. Noch ein Grund mehr, einsam zu sein, also.  🙂

In letzter Zeit – ich schmökere ja sehr viel in elektronischen Büchereien, vor allem historischen Texten – stoße ich immer öfter auf Bibelzitate, die mir fast Neugier auf dieses Buch der Bücher verschaffen. Denn eines ist mir längst klar geworden: Die Hyperintelligenz der Menschheit, die ja bekanntlich auf wenige Prozentpunkte ihrer selbst komprimiert ist und zu der ich mich selbst ohne rot zu werden zähle, hat es immer schon schwer gehabt, sich dem saudämlichen Pöbel gegenüber, mehr aber noch dem höchst gefährlichen halbgebildeten Bürgertum gegenüber zu behaupten. Eine Folge davon ist – auch darüber weiß ich aus eigener Erfahrung zu berichten – ein erheblicher Drang, sich auf andere, weniger gefährliche Weise mitzuteilen. Also schrieb man Bücher, Bücher und nochmals Bücher.

In Wahrheit bin ich also verliebt – was ich nämlich wirklich bin! – nicht in alte Bücher, sondern in deren Autoren, die mir Bestätigung und Rückhalt geben in diesen höchsten Höhen, da die Luft so dünn und das Atmen so einsam ist.

Ich weiß nicht, wie das andere vor mir gesehen haben – immerhin existieren viele mythische und realistische Beschreibungen des Weltunterganges schon seit jeher – jedoch mir scheint, als stünden wir vor einer Bedrohung, wie sie noch kaum je so groß war, was das Aussterben der Hochbildung und Intelligenz angeht.

Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Hochkultur zu Ende und wieder unter geht, weil ihre Intelligenzija sich nicht gegen die Angriffe des Pöbels zur Wehr setzen konnte: Archäologische Funde zeugen von solchen Dilemmata, wie Du weißt. Und ich wähne uns ganz nah an einer nächsten solchen Katastrophe.

Weißt Du, Désirée, dabei, mich mitzuteilen, vergeht mir der Gram und meine depressiven Befindlichkeiten schwinden, weil ich MICH zum Ausdruck bringe, anstatt mich zu verstecken, wie es diese hochverräterische Saubrut will, weil sie mich nicht aushält, zumal ich ihr ihre Verbrechen unter die Nase reibe.

An dieser Stelle muss ich Dich darauf aufmerksam machen, dass ich bisweilen Korrespondenz, die ich privat geführt habe (selbstverständlich nur meine Hälfte davon) auf meiner Blog site veröffentliche, weil ich meine Leserschaft nicht um die darin enthaltenen Errungenschaften bringen will, die mitunter wichtige Puzzlesteine im Ganzen des dort Veröffentlichten darstellen. Es bleibt Dir gar nichts übrig, als nichts dagegen zu haben, Schwesterchen. Wie gesagt, was Du mir schreibst, bleibt freilich unser Geheimnis.  🙂

So.

Ich nehme an, Du hast bei der Arbeit gar nicht die Zeit, solch lange Texte zu lesen, also schließe ich hiermit mit einem Dankeschön für Dein virtuelles Ohr und mit den liebsten Wünschen für Deinen restlichen Tag

Dein Bruder
Arthur

 

 
 
 
 
 
 
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