Vom IMF, Sysiphos und Milchmädchenrechnungen. Eine Einleitung.

 

 

Am 13.9.2007 setzte ich nachstehendes [<<<…>>>] E-Mail ab:

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Man hat also mit diesen gerichtlich hinterlegten Lottogewinnsten aus dem Promessengeschäft, aus denen dann später offenbar die Landeshypothekenbanken hervorgingen, die Landeskassen fundiert, was zugleich mit der Regelung des Promessengeschäfts verordnet wurde und auch im Zusammenhang mit der exakt ein Jahr später ebendort vorgekehrten Pensionsvorsorglichkeit zu sehen ist, die sich bis, wie gesagt, in den Joint Staff Pension Fund der UN weiterfädelt.

A wockliche G’schicht, des mit der Bodenreform, a äußerst wockliche G’schicht!

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dem das folgende [<<<…>>>] Attachement (Notizen Nr. 51) beigeschlossen war:

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20070913, 0926

Blökende Schafe brauchen nicht (mehr) getäuscht zu werden, soweit es ihnen nur darum geht, zu saufen und zu fressen zu haben, ohne dass es ihnen überhaupt darauf ankäme, dabei mitzureden, dass, wie, wo, womit und überhaupt das Fressen und das Saufen produziert wird.

Sehr wohl getäuscht werden können sie aber immer noch, wenn es darum geht, wie sicher die Lieferung von Fressen und Gesöff ist, dass sie sich erwarten; und freilich gegebenenfalls auch darin, dass sie meinen gemacht würden, es gäbe da jemand seriösen, kompetenten, der für sie dabei mitredet.

Das blökende Vieh redet – außer dass es blökt – naturgemäß nicht mit. Es ist das gewohnt, seit alters. Es ist deshalb strohdumm. Man kann es anzünden und bescheißen nach Bedarf und Belieben.

Man hat es schon zigmal angeschissen und belogen in den letzten 200 Jahren. Schon zigmal war alles futsch, binnen kurzem und ohne mögliche Gegenwehr.

Der Ungereimtheiten im gegenständlichen Paritätsstreit sind schon in zeitlicher Hinsicht derart viele, dass Ungeschicktheit nicht das richtige Wort ist, auch wenn zu erkennen ist, dass die Wirkung eine ungleich größere, fundamentalere, globale zu sein haben wird, angesichts des exemplarischen Charakters jener Seligeninsel, die ganz und gar nicht von ungefähr sich solcher Instrumente zu bedienen angedient worden ist.

Ein schweres Los also für die, die es gezogen haben und meinen, sie seien die einzigen, die je eines gezogen haben – oder auch zwar nicht gezogen haben, dafür aber ständig bedrängt werden, eines ziehen zu sollen.

Dass gerade in diesen Tagen jetzt derlei öffentlich Wirksames an Bedrohlichem gebauscht wird, soll auch nicht darüber hinwegtäuschen, wie gebauscht jene Gegenwehr diesmal nicht ausfallen wird, die jene zu erwarten haben, die meinen, sie könnten betrügen des Betrügens willen und verdienen des Verdienens willen.

Und einem Schäuble, zum Beispiel, sage ich, dass er einmal zum Psychiater gehen soll, um dort erheben zu lassen, wie sehr ihn in seiner Tätigkeit eine Frustration leitet, die anzusprechen in unserer Welt der blinden Unterwürfigkeit einem solchen „tapferen Volksdiener, der weitermacht“ gegenüber niemals ziemlich sein dürfte. Vielleicht aber nicht grad zum Nedopil, denn der scheint mir – wider allen Ruf, den er seiner Spezialisierung nach haben sollte – nicht der richtige Mann für so einen Fall zu sein.

Wenn nicht gerade ein ehemaliger Finanzminister ebendort drinnen säße, sollte man freilich auch meinen, dass ebendieses Ressort sich in besonderem Masse für die Rechtslagen und Meinungen interessieren sollte, wo doch evident ist, dass man hier einfach Steuer schonend Kapital abgeschöpft hat: im Eilverfahren durchgeschleust hat, ohne die Regeln einzuhalten freilich – und damit meine ich noch nicht einmal jene, die dort lediglich anders gestaltet sind. Und wäre es so, dass sie dies dort zuließen, tatsächlich zuließen, dann müsste man sich schon überlegen, wie gesagt, ob einer unter IWF und anderen Instrumenten verpflichteten Republik bzw. deren auch bloß privaten Institutionen derlei Geschäftsbeziehung nicht als strikte untersagt anzusehen sein sollte.

Drittens und letztens erhebt sich die Frage, wo es hinführt, wenn das Volk (und damit meine ich auch jene materiell Wohlhabenden, die keinen öffentlichen Auftrag haben), wenn jeder unterm Volk sein Wertpapierpaket hat; – und ob das überhaupt intendiert sein kann, bei einem Blick auf Paritäten von anno 1956 etwa. Mit welchen Folgen denn?

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Am 15.9.2007 setzte ich nachstehendes [<<<…>>>] E-Mail ab:

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Offenbar wurde der Boden (dabei insbesondere jener im Wohngebiet) über das Hypothekenbankgeschäft, über welches offensichtlich seit jeher auch Geld in größtem Stil gewaschen wird, zur Stützung des Notenumlaufs eingesetzt, was ich aus mehrerlei Gründen, die hoffentlich auch nachvollziehbar sind, für einen schwerwiegenden Fehler halte.

Der Ausgang dessen ist (jedenfalls, was Europa angeht) offenbar in der Französischen Revolution bzw. den Napoleonischen Kriegen zu sehen. Siehe dazu auch die guten Zusammenfassungen bei Schwarzer, Währungs- und Devisenrecht, Kristallverlag Wien 1957.

Überhaupt ist somit der Wohnungsmarkt eines der wesentlichen Gebiete, auf dem Neuerungen kommen müssen, auch und vor allem in steuerlicher und bewirtschaftungsrechtlicher Hinsicht.

Das dürfte nicht allzu schwer fallen, drängt sich doch bei Sichtung der Genesis des Hypothekenbankrechts der Eindruck auf, dass Eigentum am Boden nur ein Übereigentum, wenn überhaupt, ist – und zwar im vollen Einverständnis und Wissen des Erwerbers; was sich im Übrigen mit meiner Erfahrung deckt, wonach Hypotheken von den Hypothekenbanken oft gar nicht verbüchert werden.

Diese Zusammenschlüsse lassen einem freilich die Gänsehaut aufziehen…

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Am 16.9.2007 setzte ich ein E-Mail mit dem folgenden [<<<…>>>] Attachement (Notizen Nr. 52) ab:

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20070916, 1655

Letztlich ist es bloß der eben damals gewachsene imperiale Größenwahn, der dazu führt, dass diese künstliche Blase, vor allem über den Dienstleistungssektor, allein zu dem Zweck aufrechterhalten wird, eben diesen darüber hinweg zu täuschen, dass einzig und allein organisiert gelenkte Wirtschaft ans Ziel führen kann; wobei kein sachliches Argument zu finden ist, das diese organisierte Lenkung, in jemandes anderen Hände denn des Staates zu legen, verlangen könnte.

So waren es – und das ist eines dieser dem modernen Menschsein so eigentümlichen Paradoxa – die Lenker selbst, die ursprünglich sehenden Auges zuließen und wohl auch im Interesse des Ziels zulassen mussten, dass sich dieser Größenwahn entpuppte.

Dies heißt aber noch lange nicht, dass er nicht wieder zu beseitigen sein sollte, dieser Wahn. Ganz im Gegenteil wurden ja genau deshalb, weil man sich seiner bewusst war, allenthalben Kautelen, Notbremsmechanismen eingebaut, die zu betätigen die nachfolgenden Generationen lediglich würden lernen müssen, durch ihre besten Köpfe würden darauf gestoßen werden müssen.

Auch die Insel Jersey ist so ein Mechanismus, der den Sinn und den Zweck des IMF spiegeln sollte, welcher dort scheinbar legal verfolgt wird, während er hier längst aus den Augen verloren werden musste, ob des die nationalen, auch dorthin ausstrahlenden Politikstrukturen leitenden Wahns.

Ein weiterer solcher Mechanismus ist etwa die Hypothekenbankstruktur: Während noch das Original ausdrücklich vorsah, dass Pfandbriefe mit der Hypothek in keinem rechtlichen Zusammenhang stehen dürfen, sieht das Derivat das gerate Gegenteil vor, was dazu geführt hat, dass ein Ringelspiel der Mittel stattfand, welches als Nebenprodukt unsichere, da bloß prekaristisch verliehene Gebrauchstitel abwarf, mit dem Zweck, für den Notfallplan konzentrierte Ressourcenmacht zum Wiederaufbau eines feudal gelenkten Hauptmotors zu ermöglichen.

Das wirft freilich auch die Frage nach dem wahren Hintergrund der Partnerschaften zwischen Österreich und Deutschland sowohl im Ersten als auch (mehr noch) im Zweiten auf: wobei gerade im Zweiten allein das überwiegende Interesse der Alliierten Österreich, in die Opferrolle zu schlüpfen, „erlaubt“ hat, um es als Finanzplatz zwischen Ost und West im Kalten Krieg zu benutzen und außerdem, um Deutschland zugunsten Frankreichs gedrückt zu halten, wenigstens für eine Zeitlang. Der nachmalige Osten stimmte zu, ob der Geschenke, die ihm gemacht wurden, auf Kosten vor allem Österreichs.

Und dieses selbst ließ sich missbrauchen, während man ihm das künstliche Sparschwein mit Körberlgeld anfüllte, vor allem gegenüber Deutschland.

Was aus all dem für Lehre zu ziehen ist, liegt wohl auf der Hand: Das monetäre Zahlungssystem althergebrachter Art hat endgültig ausgedient, weil wir in einem Zeitalter angelangt sind, da wir in arge Schwierigkeiten kommen, wenn wir es weiter aufrecht halten, zumal es wegen unserer durch es bedingten kollektiven Mentalkonstellation der hohen Anfälligkeit für Hysterien droht, uns alle ins Delirium tremens zu befördern.

Was es also braucht, ist die Einsicht aller, dass man Geld weder fressen kann, noch dass es Privileg sein darf, über es zu verfügen.

Geld ist nur ein Zahlungsmittel !

Es dient dem leichteren Verkehr, der Vereinfachung des eigentlichen Leistungsaustausches, der allein dazu dienen soll, uns am Leben zu erhalten und dies (nach menschlichen Kategorien) auf ewig zu sichern: sei es hier auf Erden, sei es anderswo, wenn nötig.

Dabei ist jedwede übermäßige Art von Verschwendung gleichsam Kapitalverbrechen!

Wenn es so ist, dass die Wirtschaftskonzeption erfordert bzw. mit sich bringt, dass enorme Mengen Geldes sich in weniger Hände Macht auftürmt, dann darf dies unter keinen Umständen dazu führen, dass solch Vorrecht missbraucht wird.

Im Übrigen belegt schon die einfachste Milchmädchenrechnung, dass ein Vielfaches an Geldwertmenge gegenüber vorhandener Güter- und (wertvoller!) Dienstleistungskapazität sehr rasch an Durchsetzungsvermögen verliert.

Aus diesem Grund muss unten wegfallen, was oben nach fließt, ungefähr so, wie bei diesem Videogame, wo die Klötzchenreihen unten weg brechen, während sie oben sich aufbauen.

Doch selbst hier ist das Vertrauen in ein Gelingen nicht mehr ratsam, vor allem bei der gegenwärtigen politischen Struktur der Parteilistenwahl, die nicht gewährleistet, dass bloß die besten Durchblicker und gesündesten Macher ans Werk, an die Hebel gelangen.

Womit wir bei der zentralen Bedeutung von Demokratie angelangt sind: Nur ein geistig gesundes Volk hat das Recht auf Selbstherrschaft! Ist es kollektiv geisteskrank, muss es heilfroh sein, wenn es wenigstens einen Diktator aus den eigenen Reihen hervorzubringen noch imstande ist, der den Karren aus dem Dreck zieht.

Was etwa heute in diesem Sonntagsblatt über Jersey berichtet steht, gehört dem Verfasser um die Ohren gehauen, oder noch besser, ihm damit das Maul für immer gestopft. Auch und gerade Artikel 10 (Absatz 2 !) EMRK gibt unwissenden Vollidioten, die nicht die geringste Ahnung von der Materie haben, in die sie sich vorwagen, kein Recht auf gar nichts!

Die Zeitungen sind voll von diesem Müll. Offensichtlich wollen sie die wahren Experten provozieren, deren Wissen preis zu geben. Wo das aber hinführt, davon zeugt mein Leben: Ich lebe bescheidener wie jeder Hilfsarbeiter, gebe dafür aber in wesentlichen Strecken den Ton an.

Soll mir an sich recht sein. Dann will ich mich aber nicht alle fünf Minuten darüber ärgern müssen, dass dämliche Arschlöcher durch das Produzieren von Schund und Unnützem, ja mehr noch: von krank Machendem leben wie Krösus!

Diesem kriminellen Treiben kann nicht länger zugesehen werden! Dieser Vergötterung der modellhaften Darstellung des Traums, ohne dabei jene zu würdigen, die ihn entwerfen bzw. dafür sorgen, dass man ihm näher kommt!

Die Muse ist nur solange wertvoll, als sie sich zurückzieht, wenn und solange das über sie hervorgebrachte Werk wirkt.

Welchen Sinn sollte ein Werk haben, das zuerst mühevoll geschaffen wird, um dann, sobald es vollbracht ist, achtlos in der Ecke zu verkommen, weil man sich schon wieder an das nächste macht, ohne des ersteren Wirkung und Bedeutung zu erfassen, auf welche aufzubauen ist, wenn sie sich als gut erweisen.

Das gleicht Sisyphos und maßloser Verschwendung!

Davon aber ist es voll, unser Wirtschaftssystem: es quillt über davon!

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